Stark steigende Baustoffpreise – was tun?

Die Kosten für global gehandelte Baustoffe gehen aktuell durch die Decke. Wer kann, sollte zuwarten oder auf alternative Rohprodukte setzen.

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Derzeit hören und lesen wir in nahezu allen Medien von stark steigenden Baupreisen. Besonders ganz grundlegende Baustoffe wie Holz, Dämmmaterien und Baustahl sind von den momentanen Preisrallyes betroffen. Der Grund dafür: Diese Produkte werden global gehandelt und die Nachfrage auf den Weltmärkten – besonders in China und den USA – ist groß wie nie. Aber auch der immer noch starke Bedarf nach Bauleistungen treibt die Angebotspreise in die Höhe.

Davon sind nicht nur wir Immobilien- und Lebensraumentwickler betroffen, sondern natürlich auch die klassischen „Häuslbauer“. Sogar in den heimischen Baumärkten gehen die Preise gerade steil nach oben.

Diese Situation stellt viele Bauherren aktuell vor große Herausforderungen – nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die kommende Marktentwicklung in Zeiten wie diesen nur schwer prognostizieren lässt.

Unserer Meinung nach werden sich die konjunkturbedingten Preissteigerungen mittelfristig wieder einpendeln, sobald die vollen Auftragsbücher der Baufirmen abgearbeitet sind. Bei den Baustoffen ist es aus heutiger Sicht jedoch schwieriger einzuschätzen, wohin die Reise geht. Zumindest bei einzelnen Produktgruppen könnten die Preise noch länger hoch bleiben.

Wer kann, wartet im Moment besser noch mit dem Baubeginn zu, oder sieht sich nach alternativen Rohprodukten um.

Sebastian Beiglböck

Geschäftsführer der
VÖPE – Vereinigung Österreichischer Projektentwickler

www.voepe.at

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